Domat/Ems ist ein recht merkwürdiger Ort. Ein Industriedorf inmitten einer Tourismuslandschaft, eine katholische Gemeinde mit zwei grossen Kirchen in protestantischen Landen, ein Ort, wo 5000 der 6500 Einwohner ursprünglich nicht von hier stammen. Ein wirkliches Zentrum besitzt Domat/Ems nicht, doch eine Vielzahl von Läden, vor allem etliche Friseursalons, was mit dem heftigen Wind zu tun haben mag, der meist durch das enge Rheintal braust. Dreimal am Tag herrscht Hochbetrieb auf der von gesichtslosen Bauten gesäumten Hauptstrasse, der Via Nova: Dann ist Schichtwechsel bei der drei Kilometer talauf gelegenen Ems-Chemie.
Auf der Strasse oder im Wirtshaus muss man nichts Kritisches über d ...