Wer heutzutage noch ins Theater geht, schätzt sich glücklich, wenn er auch wirklich Theater geboten bekommt. Wenigstens zwischendurch. Wenigstens ein paar Szenen, die nicht nur aus Videoprojektionen bestehen, nicht nur das Show-Gehampel aus dem Fernsehen imitieren. Ein paar winzige Szenen bloss, in denen Schauspieler effektiv spielen und es so etwas wie Dialoge, ja sogar Konflikte gibt. Nicht nur ein Ensemble isolierter Selbstdarsteller und Leerläufer, die ihr eigenes Ding durchziehen.
Man ist bescheiden geworden. Man erwartet beinahe nichts mehr von einem Theaterabend. Schon gar nicht, dass ein Theaterstück aufgeführt wird. Mit Theaterstücken mögen sich Schulen befassen, nicht aber ...