Die jährliche Flut an Statistiken erreicht ihren negativen Höhepunkt jeweils Mitte Juli, wenn das Bundesamt für Polizei (Fedpol) seine Kriminalitätsstatistik veröffentlicht. Auf knapp hundert Seiten präsentieren die Bundespolizisten sämtliche Verbrechen des vergangenen Jahres. Hinter den nüchternen Zahlen und Balkendiagrammen stecken Morde, Entfürrungen, Vergewaltigungen, Geiselnahmen, Drogendelikte oder Suizide. Eigentlich erstaunlich, dass die Zahlen vergangene Woche fast überall als blosse Randnotiz erschienen.
Übertitelt waren die Meldungen nach dem Motto «Weniger Anzeigen - mehr Gewaltdelikte». Tatsächlich bedeuten die 279 274 Straftaten im Jahr 2007 einen Rückgang von 3, ...