Nabil hat einen Termin auf der Gemeinde. Es gibt Geld, rund 400 Franken. Der 28-jährige Tunesier ist vor zwei Monaten in die Schweiz gereist, hat einen Asylantrag gestellt und lebt jetzt in einer Unterkunft im Kanton Zürich. Mindestens ist er dort angemeldet. Tatsächlich hat er seine zwei Zimmer, wo ein Bett und eine Küche für ihn bereitstehen, immer noch nicht bezogen. «Alloggio di merda!», sagt Nabil auf Italienisch. «Scheissunterkunft.»
Sobald er und seine zwei tunesischen Freunde das Geld in der Tasche haben, verschwinden sie und tauchen erst wieder auf, wenn die nächste Überweisung fällig ist. «Wir haben keine Ahnung, was sie in der Zwischenzeit treiben», sagt sein Betre ...