Manche sagen, Jan De Cock sei verrückt. Wer lässt sich schon freiwillig einsperren? Wer kämpft darum, unschuldig hinter Gittern zu landen, in den berüchtigtsten Knästen der Welt?
Der Gefängnisdirektor von Talca in Chile zeigte sich reserviert: Er könne ihn nur einbuchten, wenn er ein Verbrechen begehe, erklärte er dem sturen Bleichgesicht aus Belgien. Gesetz sei Gesetz. «Zum Beispiel?», fragte De Cock. «Sie könnten ein Huhn stehlen», schlug der Direktor vor. Das bringe die Minimalstrafe: fünf Jahre. Selbst Gefängnistester De Cock musste da für einmal passen.
Jan De Cock ist klein und zierlich. Er trägt orange Shorts, Sandalen und hat eine Brille auf der Nase. Kürzlich ist e ...