Bald schon wird Bundesrichter Andreas Zünd seine Zelte in Lausanne abbrechen und sich nach Strassburg aufmachen, in den juristischen Olymp sozusagen. Die Parlamentarische Versammlung des Europarats hat den 64-Jährigen diese Woche zum neuen Schweizer Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) mit Sitz in Strassburg gewählt. Der Bundesrat, genauer das Justizdepartement von Karin Keller-Sutter, hatte in Absprache mit dem Parlament drei Kandidaten für den hohen Posten ins Rennen geschickt, wobei Zünd auf die Europaratsparlamentarier den grössten Eindruck gemacht hat. Er folgt auf die Völkerrechtlerin Helen Keller, deren Amtszeit zu ...