Schmal und funkelnd
«Grösse ist, was wir nicht sind», sagte Jacob Burckhardt einmal. Wie recht er damit hatte, zeigt sich, wenn man Burckhardts jetzt aus dem Nachlass herausgegebenes «Zeitalter Friedrichs des Grossen» studiert. Das Werk, schmal und funkelnd, geht auf eine Vorlesung des Basler Historikers aus dem Wintersemester 1852/53 zurück. Mit wenigen treffenden Federstrichen baut Burckhardt vor dem Leser ein grandioses Panorama des ausgehenden 18. Jahrhunderts auf. «Maria Theresia war von majestätischer Schönheit, für die sie wenig sorgte»: Solche Beschreibungen von literarischer Qualität bringen heutige Historiker kaum mehr zustande. Bei Burckhardt ist ÂGeschichte stets ei ...