Immer noch Kanada. Hier kommt die polternde Version der fantastischen Arcade Fire und ebenfalls aus Montreal. Nun bitte nicht gleich einen typischen Montreal-Sound projizieren, dafür braucht’s seriöserweise drei ähnlich klingende Bands, haha. Vielmehr spüren wir hier das Kanadische, die Halbaussensicht aufs Nordamerikanische, den Trotz gegenüber dem muskulösen Nachbarn, aber auch: Selbstskepsis, gegossen in deutliche Gesten, starke Akkorde, Stellen von Mut, Anmut, Unmut und Wehmut. Stimmlich tönen Wolf Parade häufig wie die Talking Heads: Hysterie auf allen Ebenen. Umso stärker wirkt «Modern World», ein hymnisches Wunder von Folksong mit Dobro und Turnhallenklavier. Geht unter a ...