Wenn ich den Verstand verliere, solls mir auch recht sein, dachte sich Denis Johnson, als er in den 1970ern mit gerade mal zwanzig Jahren am Ende war und keine Gedichtzeile schreiben konnte, ohne sich die dafür nötige Betriebstemperatur anzusaufen. Wie der Autor, so seine Figuren: Johnsons Debütroman «Engel» von 1983 mit seinen alkoholstarren Barbituraten-Bummlern geriet ihm so überwältigend aussichtslos, dass man noch heute eine Woche Urlaub bei Paulo Coelho braucht, um sich von der Verelendungslektüre zu erholen. «Egal, was ich tue, es wird falsch sein», ist das Lebensgefühl der Hauptgestalt Bill Houston, den kurz vor dem Gaskammertod noch die Vorstellung tröstet, er bezahle mi ...