Es gibt den lokalen und den globalen Weintrinker, und beide verachten sich zuweilen gegenseitig. Warum eigentlich? Zwar hält niemand mehr im Ernst die Abschottung der Grenzen gegen Importe für ein probates Mittel. Wir leben in einem kleinen Land mit hohen Löhnen und hohen Bodenpreisen. Aber solange die Produktion des hiesigen Weinbaus zu über neunzig Prozent von Schweizern getrunken wird und der Export der immer besseren Schweizer Weine nicht nur ein Preis-, sondern auch ein banales Mengenproblem ist, verlangt nicht einmal die in der Agrarpolitik einflussreiche Walliser und Waadtländer Weinlobby von Bern einen rigorosen Öno-Heimatschutz. Ohnehin haben Ökobilanzen Konjunktur, und e ...