Mit Weinen ist es eigentlich wie mit der Kunst. Was etwas taugt, braucht keine Erklärungen. Im Prinzip. In Wahrheit gibt’s Weine, die sich ranschmeissen, und welche, bei denen die Entdeckung der tieferen Schönheiten einen Teil des Vergnügens ausmacht. Gerät der Lobende bei ersteren in den Verdacht, er sei ein Snob, so bei letzteren in den, er wolle eine Braut schönreden, die besser unter ihren Schleiern versteckt bliebe. Tatsächlich ist ja Misstrauen angezeigt, wenn bei einer Dame zu sehr der Charakter gelobt wird (und nicht nur bei einer Dame). Bei den Weinen, welche die Geschwister Isabelle und Christoph Fahrni auf Villa Vestri in der Nähe von Pisa machen, ist dies allerdings uner ...