Griechenland hat ein Imageproblem, und was den Weinbau angeht, ist es älter als die gegenwärtige Finanzkrise. Eben weil noch immer fast jeder Mittel- oder Nordeuropäer griechischen Wein mit Ferien verbindet, sozusagen den Duft von Sonnenöl mit dem von geharztem Retsina, träumt er unter den grauen Himmeln von Castrop-Rauxel und Uzwil im Rückblick: So riecht das Glück. Dem ist natürlich nicht so, wie ein Besuch «beim Griechen» um die Ecke sofort beweist. Da aber Leute mit einer besonderen Vorliebe für Wein sich Griechenland eher selten für ihren Urlaub aussuchen, haben griechische Weinmacher gleich zwei Probleme: Die einen machen sich falsche Vorstellungen von ihrem Produkt, die an ...