Fünfunddreissig Jahre sind eine kurze Zeit. Dass zum ersten Mal seit Februar 1974 keine Partei bei den britischen Wahlen eine regierungsfähige Mehrheit gewann, ist angesichts der Lage verständlich. Die staatliche Schuldenkrise, Gordon Browns bitteres Erbe, eine unsichere wirtschaftliche Erholung und das laue Angebot im Supermarkt der Parteien und Personen begeistern niemanden.
In den siebziger Jahren kam Labour unter Harold Wilson ans Ruder, jene Partei, die am meisten Sitze im Unterhaus errungen hatte. Dies aber erst, nachdem Edward Heath mit seinem Versuch gescheitert war. Das britische Majorzsystem wirkt auf Proporz-Gewohnte undemokratisch. Gewöhnlich ist sein Vorteil gerade der, das ...