Das ist keine Musik für abgeklärte Senioren. Sergej Rachmaninows Klavierkreationen fordern Fingerfertigkeit als permanente Schwerarbeit und gleichzeitig das Bekenntnis zum grossen Gefühl. Sind das die Töne, die heutige junge Spitzenstürmer der Pianoszene faszinieren? «Man muss die Traurigkeit, das Leid ausdrücken», sagt Lang Lang, der chinesische Newcomer mit narzisstischem Einschlag. «Leute, die mit der Seele hören, sind sofort angerührt von dieser Musik», meint der Russe Nikolai Lugansky. Beide widmen ihre neuesten Aufnahmen Rachmaninow, und beide Male ist das 2. Klavierkonzert c-Moll das Herzstück.
Die Modernisten im frühen 20. Jahrhundert mochten Rachmaninows unverschämte ...