Weltwoche: Frau Spaltenstein, darf man Sie «Radiopiratin» nennen?
Spaltenstein: (Lacht) Ja, durchaus. Ich gehörte quasi zu den Vorkämpferinnen von Radio 24. Nach der dritten Senderschliessung 1982 stiess ich dazu. Doch ich war mir immer sicher, dass das Projekt wieder zum Laufen kommen würde.
Weltwoche: Aber Sie besassen damals keine medialen Vorkenntnisse?
Spaltenstein: Nein. Ich hatte in einem Architekturbüro eine Lehre als Hochbauzeichnerin abgeschlossen. Und mit zwanzig kaufte ich ein Häuschen, an dem es viel zu renovieren gab. Während ich dort so hämmerte und zimmerte, hörte ich immer Radio 24. Dabei wuchs in mir die Faszination für dieses Medium – ...