Als Jeanne Calment im Jahr 1995 ihren 120. Geburtstag feierte, sahen sich die Altersforscher gezwungen, eine ihrer gängigen Theorien zu revidieren: Bisher hatte man geglaubt, der Mensch könne maximal 120 Jahre alt werden. Heute gelten 130 Jahre bei den meisten Fachleuten als Höchstdauer des menschlichen Daseins. Eine Minderheit von Forschern hält aber auch diese Zahl für zu niedrig.
Ein Vertreter dieses Lagers ist Steven Austad, Professor an der University of Idaho. Für ihn steht fest: Der moderne Mensch lebt nicht nur im Durchschnitt länger als seine Vorfahren, dramatisch erweitert hat sich auch seine maximale Lebensspanne. Untersucht man zum Beispiel die sterblichen Überreste ameri ...