Kein Zweifel, er ist der zurzeit anregendste, aufregendste Regisseur des amerikanischen Films. Dabei war er nie ein Umstürzler, der das fein entwickelte Vokabular des Erzählkinos sprengen wollte. Im Gegenteil, er wollte es nur ausreizen, die Bilder immer intensiver dem Realen aussetzen: Ridley Scott (70), Brite. Kein Genre, das er nicht ausprobierte. Mit dem Mantel-und-Degen-Debüt «The Duellist» (1977) reüssierte er. Mit «Blade Runner» (1982) revitalisierte Scott den Science-Fiction-Film. Mit seinem spektakulären «Gladiator» (2000) hatte er seinen grössten kommerziellen Triumph. Nie scheute er davor zurück, auch Politstoffe seiner virtuosen Spektakelkunst zu unterwerfen. Sind, s ...