Der Weinbau tendiert zu Dynastien. Im Unterschied zu anderen Wirtschaftszweigen, wo der Ausweis «seit siebzehnhundertirgendwas» meist nicht viel mehr als die Patina von PR-Kosmetik ist, hat die Generationenfolge beim Geschäft mit den Reben tatsächlich etwas zu bedeuten. Bleiben einem Winzer doch, hat er das Glück eines langen Lebens, fünfzig Ernten, um sich (und seine Weine) zu verbessern. Learning by Doing ist beim schwer berechenbaren Umgang mit der Natur alles, also das Ansammeln von Erfahrung und der Wunsch, diese nicht mit dem eigenen Ableben abzuschreiben – beim Winzer noch etwas verständlicher als sonst im menschlichen Leben. Hat er ...