Valentin Landmann, Zürcher Strafverteidiger, Kenner des Rotlichtmilieus und Freund der Hells Angels, steckte 1998 in der Krise seines Lebens: Die Bezirksanwaltschaft beschuldigte ihn der Geldwäscherei und Begünstigung von Reinhard Lutz, einem der «ganz Grossen» unter den Schweizer Drogendealern, und forderte achteinhalb Jahre Gefängnis für ihn.
Unter diesen Umständen kam es Landmann besonders gelegen, dass er an einem Mai-Wochenende in dieser struben Zeit in Meiringen zum Theaterspielen erwartet wurde. Im Rahmen eines Mystery-Weekend sollte er einen Lustmörder spielen, der seine Mordlust zu zähmen gelernt hatte, seitdem er Gedichte schrieb. Das ist Blödsinn, dachte Landmann, al ...