Bücher der Woche
Verbale Verstimmungen
Yascha Mounk: Im Zeitalter der Identität. Der Aufstieg einer gefährlichen Idee. Klett-Cotta. 512 S., Fr. 36.90
Die Linke hatte einst den Universalismus verteidigt, allgemeingültig anwendbare Prinzipien mit dem Ziel, Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten zu beseitigen. Die Vorstellung einer Gesellschaft, in der Menschen weder nach Geschlecht, Ethnizität, sexueller Orientierung oder sozialer Herkunft bewertet werden. Die Utopie war die Betonung der Gemeinsamkeiten und nicht der Differenzen. Ein Beispiel ist die universalistische Auffassung der Menschenrechte, die zum Ende des 18. Jahrhunderts der Aufklärung entsprungen ist. Pochen auf die eigene Identität ...

