Sein Motto, das er auch als Titel seiner Autobiografie gewählt hat, heisst «Good things happen slowly». Es trifft auf die ganze Karriere des zurückhaltenden, uneitlen Pianisten Fred Hersch zu, der, gemessen an seinem Lebenswerk, in seinem 63. Jahr längst ein Superstar der an charismatischen Figuren nicht überreichen Jazzszene sein müsste. Allein, er ist selbst in seinen häufigen Soloproduktionen das Gegenteil seines monomanen Selbstinszenators, immer auf Substanz aus und nicht auf den Effekt. Erst recht in seinem Trio, zusammen mit den kongenialen Partnern John Hébert am Bass und dem Drummer Eric McPherson, ist alles auf interplay angel ...