Der Papst liess verlauten, es sei besser, zu beten «Lass uns nicht in Versuchung geraten» anstatt «Führe uns nicht in Versuchung». Der griechische Urtext lautet übersetzt Wort für Wort: Und nicht hineintrage uns in Versuchung (Matthäus 6, 13). Die verschiedenen Handschriften stimmen hier überein. Die landläufige Übersetzung, wie sie überall gebetet wird, ist also korrekt: «Führe uns nicht in Versuchung.» Somit beanstandet der Papst eigentlich nicht die Übersetzung, sondern den biblischen Wortlaut. Dafür habe ich Verständnis. Führt Gott selber mich aufs Glatteis, so ist das anstössig. Log ...