Es klingt wie ein Treppenwitz der jüngeren Schweizer Asylgeschichte: Als Beda Egger 1988 die neugeschaffene Stelle eines Abteilungsleiters im Bündner Ausländeramt antrat, rechÂnete er mit einem Job auf Zeit. Man habe damals allgemein erwartet, dass der Anstieg der Asylgesuche ein vorübergehendes Phänomen sei und rasch wieder abebben werde, sagt ÂEgger.
Es kam anders – für den Kanton Graubünden, die Schweiz und für Beda Egger persönlich. Was in den 1980er Jahren als befristeter Ansturm galt, erweist sich im Rückblick als Vorbote einer ungeahnten Entwicklung. Die Arbeit ging den Asylbehörden nicht aus. Egger blieb im Amt, 23 Jahre lang. Jetzt geht der erfahrene Fachmann, der ei ...