Zwei grosse Schweizer Banken sind vor Wochenfrist mit einer Sammelklage wegen ihres Engagements im Südafrika der Apartheid-Ära (1948–1994) konfrontiert worden. «Endlich!», rufen die ehemaligen Anti-Apartheid-Aktivisten aus der Schweiz. Sie sind dafür, dass die beiden Finanzdienstleistungskonzerne aufgrund ihrer vergangenen Geschäftstätigkeit in Südafrika ihre Archive öffnen und die Opfer der Rassentrennungspolitik und der damit verbundenen Repression und Gewalt entschädigen müssen. Der amerikanische Anwalt Ed Fagan hat eine Streitsumme in der grotesken Höhe von 80 Milliarden Franken genannt.
Im Schussfeld ist aber mittelfristig auch die Schweizer Regierung, die abgesehen von ei ...