Es handelte sich um einen Weltuntergang im Engadin, an Ostern 2013. So musste man damals zumindest annehmen. Beim Stausee Punt dal Gall war der Grundablass geöffnet worden, weil zuvor das Restwasser im Bach Spöl versiegt war. Statt Wasser kam aber wegen des rekordtiefen Stausee-Pegelstands vor allem Schlamm. Tausende Fische verendeten. Nationalpark-Direktor Heinrich Haller sprach von einem «Öko-GAU», vom «schlimmsten Fall in der Geschichte des NatioÂnalparks». Es dauere vermutlich zehn bis zwanzig Jahre, bis Flora und Fauna im Gebirgsbach wieder intakt seien.
Unzählige Journalisten verbreiteten die Katastrophenrhetorik im ganzen Land. Der Bach sei auf einer Länge von sechs Kilomete ...