Als der freisinnige Innenminister Pascal Couchepin am Sonntag vor die Medien trat, um das knappe Ja von Volk und Ständen zur IV-Zusatzfinanzierung zu kommentieren, zeigte er sich als schlechter Sieger. Seinen Gegnern warf er vor, in die «soziale Eiszeit» zurückzuwollen, und unterstellte ihnen, eine «Sozialpolitik mit der Axt zu betreiben». Der Freisinnige sprach, als wäre er vor kurzem den Gewerkschaften beigetreten. Die Zürcher Sozialdemokratin Christine Goll hätte das nicht schöner ausdrücken können. Wer für ihn war, den bezeichnete Couchepin als «humanistisch» gesinnt, wer gegen ihn gekämpft hatte, so darf man seine Worte interpretieren, war ein Menschenfeind. Dass fast di ...