Für die 6. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich war es ein Routinefall: Die 24-jährige gebürtige Dominikanerin J. sass am letzten Freitag wegen der Beteiligung am Import von drei Kilo Kokain auf der Anklagebank. Freimütig hatte sie während der Untersuchung zudem eingestanden, bis zu ihrer Verhaftung während rund sieben Monaten vom Zürcher Sozialamt Fürsorgeleistungen im Betrag von 18150 Franken bezogen zu haben, obwohl sie als Prostituierte monatlich 8000 Franken brutto verdiente. Zählt man auch noch die Prämien der Krankenkasse hinzu, welche ihr die Fürsorge bis heute bezahlt, sind es über 20000 Franken. Doch wie im Lauf der Verhandlung bekannt wurde, hatte das Zürcher Sozial ...