Verräter im Namen Gottes
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Verräter im Namen Gottes
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Verräter im Namen Gottes

Ein Kuss verändert die Weltgeschichte. Judas liefert Jesus an die Römer aus. Ein beispielloser Verrat – aber nötig. Nur so kann der Sohn Gottes seinen Opfertod sterben und das Christentum begründen.
Es ist ein Moment von ungeheuerlicher Intimität. Judas legt den Arm um Jesus, hüllt ihn fast zärtlich mit seinem goldgelben Mantel ein. Mit leicht nach vorne gepressten Lippen nähert sich das Gesicht des Verräters dem Menschensohn. Die Blicke versinken in­ein- ander. Beide wissen, was jetzt passiert und was noch geschehen wird. Mit dem Bruderkuss will Judas den gesuchten angeblichen Aufrührer markieren, damit die Schergen ihn inmitten seiner Jünger ausmachen und festnehmen können. So ist es vereinbart mit den Priestern und Ratsältesten. In der Tasche ­klimpern dreissig Silberlinge. Die Prämie des Judas Iskariot. Woher rührt dieser tödliche Hass auf den jungen Galiläer, der ...
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