Im Territorium der Schnelligkeit sind die Dramen der Brüder Joel und Ethan Coen nicht angesiedelt. Die Figuren ihrer kauzig-makabren Storys bewegen sich bedächtig, als suchten sie einen Stand-Punkt; einen konkreten im Raum. In «Barton Fink» (1991) wird ein New Yorker Stückeschreiber als Autor nach Hollywood gelockt; statt im Land der Weite landet er in schäbiger Enge. «Blood Simple», ihr Erstling von 1984, und «Fargo» (1996) sind Gegenentwürfe: Alles ist flach und weit, wie enträumlicht. Das Personal verhält sich folglich nach allen Seiten offen, als würde es vom Raum nicht mehr gehalten. In «Blood Simple» ist es ein Pärchen, das auseinander driftet, aber das Gegenteil will, ...