Unser Ziel liegt auf einer Hochebene 120 Kilometer südlich von Kabul, eine trostlose Gegend, die Einheimische schlicht Dasht – Wüste – nennen. Vor zehn Minuten haben wir die Hauptstrasse verlassen und holpern nun über Schotter und Sand. Es ist ein strahlend schöner Tag. Wie Glimmer gleisst das Sonnenlicht aus dem stahlblauen Himmel. Irgendwo da vorne muss der Wagen sein. Der weisse Toyota Corolla, der uns zum vereinbarten Treffen führen soll. Wir stehen kurz vor Abschluss unserer Recherche. Seit Tagen haben wir auf diesen Moment gewartet.
Wir stellen den Motor ab. Warten. Vier, fünf Minuten. Wir rühren uns nicht. Leise säuselt der Wind um das Auto und schlägt aufs Gemüt.
Endli ...