Als die Genfer Polizei am 15. Juli 2008 Hannibal Gaddafi, den Sohn des libyschen Despoten, wegen angeblicher Übergriffe auf zwei Bedienstete in Handschellen abführte und zwei Nächte einkerkerte, herrschte noch überwiegende Zustimmung im Land. «Unser Recht gilt für alle», verkündete die Genfer Regierung. Untersuchungsrichter Michel-Alexandre Graber wurde von fast allen Kommentatoren gelobt. Ein Jahr später ist von diesem trotzigen «Bei uns sind alle gleich» nichts mehr zu spüren. Das Verfahren ist eingestellt, das Ehepaar Gaddafi hat, sofern wir tatsächlich in einem Rechtsstaat leben, als unschuldig zu gelten.
Dossier zum Fall Gaddafi inklusive Protokoll der Verhaftungen von Ge ...