Der Coup ist einmalig. Ein bizarres, heimlich aufgenommenes Video mit dem österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache als Hauptakteur führt innerhalb von 24 Stunden nicht nur zum Rücktritt des FPÖ-Spitzenpolitikers, sondern zur Ausrufung von Neuwahlen in unserem Nachbarland. Der «Ibizagate»-Skandal hat wie kein anderer Fall die Sprengkraft von versteckten Bild- und Tonaufnahmen bei der journalistischen Recherche gezeigt. Trotzdem – oder gerade deswegen – stellt sich die Frage, ob es überhaupt legitim war, diese Bilder zu veröffentlichen. Hätte SRF ähnliche Bilder mit derart kompromittierenden Aussagen, zum Beispiel eine ...