Er schreibt ganz nahe entlang der Leitschnur des eigenen Lebens. Seine Biografie ist ihm fundamentale Inspirationsquelle. Aber gleichzeitig ist diese Tatsache auch Quelle seiner Sorge. Die Angst, sich allzu sehr zu entblössen, treibt Paul Rosenberger um, den Helden des neuen Romans «Vertrauen ist gut» von Jürg Acklin. Die Bedenken, die Leser könnten falsche Schlüsse ziehen aus dieser vertrackten Dreiecks- und Abhängigkeitsgeschichte zwischen einem älteren Mann, seiner jüngeren Frau und dem behinderten Bruder, lasten auf ihm. Schon nach ein paar Seiten formuliert der behinderte Bruder Felix diese Skrupel Pauls, des Schriftstellers: «Seine Bücher enthalten ausgedachte Geschichten, u ...