In der Nacht auf Weihnachten 2001 lauerten drei Männer dem Wirt des Restaurants «Chinatown» in Aarau auf. Als Nhu Thong Trinh nach Geschäftsschluss in sein Auto steigen wollte, traf ihn ein Samuraischwert am Kopf. Ein zweiter Täter stach darauf mit einem fünfzehn Zentimeter langen Dolch mindestens zehn Mal auf das sterbende Opfer ein. Der 41-jährige Nhu Thong Trinh hatte keine Überlebenschance. Er hinterliess eine Witwe und vier Kinder.
Die Bluttat erschütterte den Aargau. Der Sonntagsblick spekulierte über Schutzgelderpressungen der «gelben Mafia». Die Realität war einiges banaler, aber nicht weniger erschütternd. Nhu Thong Trinh war kein Chinese, sondern ein gebürtiger Viet ...