Im Kosovo-Krieg und in der Zeit nach der Stationierung der Schutztruppe Kfor im Juni 1999 verschwanden schätzungsweise 4600 Personen im Kosovo und in den angrenzenden Gebieten. Von den Vermissten wurden später rund 2500 Leichen in Massengräbern gefunden, die meisten von ihnen Kosovaren, Opfer serbischer Gewalttaten. Schon früh gab es aber auch Berichte, dass die Befreiungsarmee des Kosovos (UCK) Angehörige der serbischen Minderheit sowie angebliche kosovarische Kollaborateure und Roma folterte oder ermordete, viele davon bei Racheakten auf die zuvor erfolgten «ethnischen Säuberungen» der Serben. Laut einem Bericht der amerikanischen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch aus d ...