Das Beseitigen von Spuren gehört zu den Grundanforderungen für jeden Profispion. Egal, ob eine Operation durchgeführt wird oder nicht, ob sie scheitert oder gelingt – es darf nie und nimmer publik werden, wer wann wo warum mit wem was geplant oder getan hat. Sonst ist der Dienst, zumindest auf Zeit, erledigt, out, tot. In der Libyen-Affäre wurde dieses Gebot nur unzureichend befolgt. Ab Herbst 2008 bereiteten Nachrichtenleute und militärische Kreise drei Kommandoaktionen vor zur Befreiung der beiden Geiseln Max Göldi und Rachid Hamdani. Keiner der Versuche wurde ausgeführt. Zwei blieben reine Planspiele, ein konkreter Einsatz der Eliteeinheit AAD 10, im Volksmund «Rambolinos» gena ...