Einmal im Jahr kommen die Präsidentengattinnen aller lateinamerikanischen Länder zu einem Gipfel zusammen – es ist ein Treffen von Frauen, deren soziale und politische Rolle sich in den letzten Jahren auffällig verändert hat. Vorbei sind die Zeiten, als die «Primeras Damas» vorwiegend barmherzige Fürsprecherinnen von Kindern und Armen waren und den öffentlichen Auftritten ihrer Ehegatten etwas weiblichen Glamour verliehen. Immer zahlreicher sind die Länder, in denen sie selber politische Ambitionen entwickeln und dabei – wie in Mexiko, Peru oder Ecuador – in einen Interessenkonflikt geraten, weil ihre Kompetenzen meist mangelhaft oder überhaupt nicht geregelt sind. «Das Prob ...