Als Barack Obama ins Oval Office einzog, stand dort eine Büste Winston Churchills. Tony Blair hatte sie nach 9/11 als Zeichen britisch-amerikanischer Bruderschaft nach Washington gesandt. Obama fühlte sich in der Gegenwart des Kriegspremiers offensichtlich nicht wohl und schickte «Winston» zurück nach London.
Nach der Lektüre von Bob Woodwards Buch erscheint Obamas damalige Geste sinnbildlich für seine Rolle als Commander in Chief. Der aussenpolitisch unerfahrene US-Präsident, der von seinem Vorgänger zwei Kriege erbte, lässt jene Qualitäten vermissen, die Churchill zum exquisiten Staatschef machten: Zähigkeit, Führungsstärke und Opferbereitschaft.
Mit «Obama’s Wars» prä ...