Im Sterben liegend, muss sich Fidel Castro endlich bestätigt fühlen. Genau fünfzig Jahre nachdem er mit einer kleinen Gruppe von Revolutionären in Kuba gelandet ist, scheint sein Traum eines roten Lateinamerika Wirklichkeit zu werden. Am vergangenen Sonntag ist Hugo Chávez, der ehemalige Umstürzler, der stets eine derbe Sprache liebt, als Präsident von Venezuela wiedergewählt worden. Wie es sich geziemt, widmete er seinen Sieg dem kubanischen Diktator: «Viva Cuba revolucionaria!», rief er seinen Anhängern zu.
Mit einer einzigen Ausnahme ist jüngst in jeder Wahl in Südamerika ein linker Demagoge an die Macht gekommen. Zu Beginn dieses Jahres hat in Bolivien Evo Morales die Regier ...