Da sagt Jesus zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt, bleibt hier und wacht mit mir (Matthäus 26, 38). Unmittelbar vor seiner Verhaftung ging Jesus mit seinen Jüngern durch den Garten Gethsemane. Er bat Gott, der bittere Kelch des Leidens möge an ihm vorübergehen. Seine Jünger, anstatt ihm an der Schwelle zum Leiden beizustehen, waren eingeschlafen. Jesus war allein. Beim Wort Leiden denkt man zuerst an körperliche Schmerzen, Krankheiten, Verletzungen oder Misshandlungen. Auch davon wurde Jesus nicht verschont. Aber die Leidensgeschichte beginnt mit der Verzweiflung. Damit stellt das Evangelium eine Erfahrung heraus, die vielen Menschen schrecklich bekan ...