Das Meer hat uns die hirnwütigsten Ausgeburten von Schriftstellern in die Hände gespült: Homer und sein Odysseus, der auf der Suche nach seinem Ich durch Wellentäler und Schaumkronen irrt, Herman Melville, der auf der Jagd nach dem weissen Wal seitenweise über die Farbe Weiss philosophiert, der alte Hemingway und sein Macho-Meer – und ein Buch, das vollkommen vergessen ist, obwohl es wie nur wenige Werke zum endlosen Schweifen der Fantasie verführt: «Die Arbeiter des Meeres» von Victor Hugo.
«Die Szeemänner»: Das wäre wohl die kongeniale Übersetzung des Titels für heutige Leser, surreal verfremdet. Denn Harald Szeemann hat im Victor-Hugo-Haus in Paris durch eine Ausstellung d ...