Der Schriftsteller Hugo Loetscher erhielt im Juni dieses Jahres ein mit «Strafbewehrte Unterlassungsverpflichtung» betiteltes Dokument. Darin wurde er aufgefordert, sich per Unterschrift zu verpflichten, nicht mehr zu wiederholen, was er in seinem letzten Prosaband über die private Trauerfeier im Hause Dürrenmatt und im Krematorium von Neuenburg geschrieben hatte. Jeder Fall der Zuwiderhandlung käme ihn teuer zu stehen: auf SFr. 20000.–.
Der Absender, ein Anwalt von Charlotte Kerr, die von 1984 bis 1990 mit Friedrich Dürrenmatt verheiratet war und sich seit seinem Tod am 14. Dezember 1990 resolut um dessen Belange kümmert, präzisierte noch, was Loetscher alles strafbewehrt zu unter ...