Fesselnd wie ein Lasso will er seine Zuschauer fangen, Szene für Szene die Schlinge immer enger ziehen. Doch am Ende entpuppt sich das Lasso als kurioser «Introitus interruptus»: toller Schwung, toller Wurf, dann voll daneben. Auf den Film bezogen, um den es geht: spannender Beginn, der Rest eine verschwurbelte Konstruktion. Die aber darf der Rezensent nicht verraten, sonst ist der Film kein Überraschungsei mehr. Diesen als ein solches zu bezeichnen, ist sowieso despektierlich. Denn in Alan Parkers «The Life of David Gale» geht es um nicht weniger als die Todesstrafe.
Der Brite Parker, der seine Filme sozusagen mit Schneidbrenner und Dampfhammer inszeniert und dadurch ein glühendes En ...