Vor fünfzig Jahren, am 30. November 1954, ist der Dirigent und Komponist Wilhelm Furtwängler gestorben. Um ihn ist es nie still geworden: Bücher, Theaterstücke, Filme beschäftigen sich mit seiner Person, die einzukreisen unmöglich scheint. Der Interpret, der spirituelle Tiefen anstrebte. Der Maestro, dem Ausdruck wichtiger war als Perfektion – und der dennoch erstaunliche Karriere machte. Der öffentliche (Kultur-)Mensch, der an den deutschen Geist noch glauben wollte, als es diesen schon lange nicht mehr gab – und damit zum Aushängeschild nationalsozialistischen Ungeistes wurde.
Viele Bilder also, einnehmende und verstörende. Aber nur ein Ton, ein magischer. Der Dirigent Furtwä ...