Wenn das Anliegen der Kunst immer die Wahrheit wäre und vorausgesetzt, die Sprache hätte Recht, wenn sie sagt, etwas sei «zu schön, um wahr zu sein» – vor dieser CD müsste dringend gewarnt werden. Der Österreicher Wolfgang Muthspiel, 41, wie auch Verächter von Propheten im eigenen Land zugeben, ein Gitarrist von Weltformat, hatte schon immer eine Vorliebe für Schönheiten, welche die zünftige Ästhetik den «Dienstmädchen» überlassen wollte. Das ist nicht nur politisch unkorrekt. Weil sie selbst die Grenze nie recht zu ziehen wusste zwischen Kitsch und Kunst, erklärte sie «Sentimentalitäten» für des Teufels und Gefühle überhaupt zur Sache des (aus Hauspersonal zusammeng ...