Gegen Moden zu wettern, macht ja auch Vergnügen. Muss ich gestehen. Es schmeichelt dem Ego, aus nobler Distanz zuzusehen, wie die Lemminge über die Klippe springen. (Etwas sehr snobistisch übertrieben, gerade tödlich sind neue Weinmoden ja nicht.) Manchmal allerdings verflucht der vernagelte Bussprediger unfreiwillig nur das Brett vor dem eigenen Kopf. Es gibt auch Moden, denen wir die Rettung wahrer Werte verdanken. Dass die kapriziöse alte Weissweinsorte Viognier eine veritable Renaissance erlebt, muss ja eigentlich gerade der Fundamentalist (der ich nicht zu sein glaube) begrüssen. In den Tiefen der siebziger Jahre, als wir beim Hans Stucki selig im Basler «Bruderholz» zum Apéro ...