Norman Granz, Impresario, Plattenproduzent, Konzertveranstalter, Kunstsammler (sein letztes Label nannte er «Pablo»), war bis zu seinem Tod in Genf 2001 eine ambivalente Persönlichkeit: einer, der sich vehement gegen Rassendiskriminierung einsetzte, anderseits Musiker, die bei ihm im (guten) Brot standen, bedenkenlos als seinen Besitz betrachtete. Granz erfand die «Jazz at the Philharmonic»-Konzerte, ein Tourneeunternehmen mit Star-Ensembles, das, nicht ohne einen gewissen missionarischen Aplomb, den Jazz in die grossen Konzertsäle und damit in die Salonfähigkeit promovierte. Granz hatte eine Vorliebe für sportive Jam-Sessions, die sich, namentlich auf den von ihm bevorzugten prestig ...