Als ein «Symbol wie den 11. September» bezeichnet Gilles Kepel in seinem Buch «Terror in Frankreich» die Ereignisse rund um Michel Houellebecqs «Unterwerfung»: Der Roman, in dem ein Muslim zum Staatspräsidenten gewählt wird, erschien am Tag des Attentats auf Charlie Hebdo. Am Morgen um acht Uhr stellte der Autor sein Buch im französischen Radio vor. Zweieinhalb Stunden später kam es zum Blutbad in der Redaktion der Satirezeitschrift, deren neuste Ausgabe am gleichen Tag mit in die Kioske kam. Auf dem Cover: Houellebecq. Der unter Polizeischutz gestellt wurde.
Fünfzehn Jahre zuvor hatte er in einem Interview den Islam als «dümmste aller Religionen» bezeichnet � ...