Wieder mal einer, der sich fein gemacht hat für seinen Gerichtsauftritt. Grau-schwarz gestreifte Hose, blauer Kittel, feines Lederschuhwerk unter hudelwetterbeständigen Plastiküberschuhen, die er vor der Verhandlung auszieht und im Schirmständer deponiert. Leicht gebückte Haltung, eine Riesenmappe in jeder Hand und kein Anzeichen, dass ihm die Sache peinlich ist. Der Kunsthistoriker hat zu Hause und an seinem Arbeitsplatz – damals war er noch Assistent an einer Universität – Hunderte von kinderpornografischen und einige tierpornografische Film- und Bilddateien gespeichert, viele davon auf CD-ROMs gebrannt. Auch er wurde während der Fedpol-Aktion «Falken» entdeckt. Im Gegensatz z ...