Vor dieser CD muss gewarnt werden. Bruno Amstad, 43, den seine Biografie von Luzern nach Kriens geführt hat, ist bekannt als «Sänger». In den Tiefen der achtziger Jahre war er ein Soul-, Funk-, Rocksänger. Dann wurde ihm das zu langweilig, er warf sich auf die Improvisation und wandte sich dem Jazz zu (oder was, an der Schnittstelle zu ethnischen Musiken mannigfacher Art, gerade noch als solcher galt). Und Amstad, ein Orpheus des elektronischen Zeitalters, stieg immer tiefer in die Unterwelt, auf der Suche nach den Elementen der menschlichen Stimme. Was in Jazz, Rock, Klassik oder Folklore an Liedgut so treibt, schimmerte allenfalls noch als ferne Erinnerung, als schwacher Abglanz in di ...